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Vorläufige Bilanz 2022 bei schnellen Verfahren im Asylsystem

4.045 rasche Entscheidungen wurden von Januar bis Mai 2022 und 8.325 rasche Entscheidungen seit Juni 2020 getroffen. Insgesamt wurden vom BFA von Januar bis Mai 2022 mehr als 21.200 Entscheidungen getroffen.

"Das Asylsystem muss jenen zur Verfügung stehen, die es tatsächlich brauchen und darf nicht durch Missbrauch geschwächt werden", sagte Innenminister Gerhard Karner am 13. Juni 2022 in Wien. "Das Asylsystem muss glaubwürdig bleiben – rasche Verfahren sind ein wichtiger Garant dafür und durchkreuzen das Marketing der Schleppermafia."

4.045 rasche Entscheidungen von Januar bis Mai 2022

Von Januar bis Mai 2022 wurden 4.045 rasche Entscheidungen getroffen, 8.325 rasche Entscheidungen seit Juni 2020. Insgesamt wurden vom BFA von Januar bis Mai 2022 mehr als 21.200 Entscheidungen getroffen. Bei Verfahren von Antragstellern, die aus sicheren Herkunftsstaaten kommen und keine Bleibewahrscheinlichkeit haben, beispielsweise von jenen aus Tunesien, Pakistan, Indien, Marokko oder Ägypten, das sind zusammen knapp 84 Prozent der gesamten diesbezüglichen Entscheidungen seit Juni 2020, dauern die Verfahren zwischen 72 Stunden und 25 Tagen.

Robuster Außengrenzschutz und Binnengrenzkontrollen notwendig

Österreich gehöre zu den am meisten von illegaler Migration belasteten Staaten mit der zweithöchsten Zahl an Asylanträgen pro Einwohner, sagte der Innenminister. Das Asylsystem müsse vor allem glaubwürdig sein und bleiben – Entscheidungen über das Bleiberecht und auch deren Vollzug seien ein wichtiger Teil eines glaubwürdigen Asylsystems. Karner sagte: "Schlepper versuchen die Ukraine-Krise und die damit im Zusammenhang stehenden Fluchtbewegungen zu nutzen. Sie werben damit, dass es noch nie so einfach war, nach Europa zu gelangen, wie seit Beginn der Ukraine Krise. Deshalb braucht es einen robusten Außengrenzschutz und Binnengrenzkontrollen."

Top-Nationalitäten

Die Top-Nationalitäten bei den raschen Verfahrenseinleitungen sind im Zeitraum 2022 Tunesien (35,5 Prozent), Pakistan (23,4 Prozent) und Indien (18,6 Prozent). Weitere relevante Nationalitäten sind Marokko, Ägypten, Algerien und Bangladesch.

Die Asylanträge 2022 der relevanten Nationen und die Steigerung zum Zeitraum des Vorjahres im Folgenden: Tunesien – 1.520 (1.848,7 Prozent), Marokko – 701 (73,1 Prozent), Pakistan – 760 (544,1 Prozent); Indien – 826 (679,2 Prozent); Gesamt: 3.807 Asylanträge.

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Foto: ©  © BMI/Makowecz

Artikel Nr: 19718 vom Montag, 13. Juni 2022, 07:00 Uhr
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