Thema der Woche

Das Case-Owner-Prinzip

Das Case-Owner-Prinzip wurde mit dem Start des BFA eingeführt. Das bedeutet, dass eine Entscheiderin bzw. ein Entscheider für alle Verfahrensbereiche im Falle eines Fremden zuständig ist.

Der Grundsatz des "Case-Owners" wird auf den Großteil der Verfahren angewendet. Das heißt, eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter entscheidet künftig über alle Verfahrensbereiche: internationaler Schutz, Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen, aber auch aufenthaltsbeendende Maßnahmen sowie Sicherungsmaßnahmen. Die Verfahren werden schlanker und effizienter, weil diese Entscheidungen nicht nacheinander, sondern parallel beurteilt und gefällt werden kann. "Ein weiterer großer Vorteil des „Case-Owner-Prinzips" ist, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem jeweiligen Einzelfall besonders vertraut sind und den gesamten Hintergrund kennen", erklärt BFA-Direktor Mag. Wolfgang Taucher. "Das ermöglicht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei wesentlichen Neuerungen die Sachlage sofort neu abzuwägen".

Der Fremde hat für sein Verfahren nur mehr einen Ansprechpartner. Aber auch alle anderen Interessensgruppen des BFA – Vertreter der Fremden sowie NGOs – haben für anhängige Verfahren einen einzigen Ansprechpartner.


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vom Montag, 11. Jänner 2014, 08:47 Uhr

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